Spiegelmoleküle als Indikatoren für Trockenstress im Amazonas-Regenwald
Neue Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt: Verhältnis bestimmter Duftmoleküle gibt präzisen Aufschluss über den Stresszustand des Regenwaldes
Neue Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie zeigt: Verhältnis bestimmter Duftmoleküle gibt präzisen Aufschluss über den Stresszustand des Regenwaldes
Warme Luftmassen transportieren pflanzliche Emissionen aus dem Amazonaswald bis in zwölf Kilometer Höhe, wo sie in der Morgendämmerung wieder abgebaut werden
Direkte Messungen von OH-Radikalen sind selten und schwer zu erreichen. Da sie jedoch mit BVOCs reagieren, haben Ringsdorf et al. sie aus Isoprenmessungen bei ATTO abgeleitet. Dazu verwendeten sie eine Technik namens „Dynamical Time Warping“ aus dem Bereich der Spracherkennung. Akima Ringsdorf et al. veröffentlichten die Studie „Inferring the diurnal variability of OH radical concentrations over the Amazon from BVOC measurements“ Open Access in Nature Scientific Reports.
Eliane Gomes Alves und ihre Kollegen haben die Isopren-Emissionen auf dem 80-Meter-Turm von ATTO über drei Jahre hinweg gemessen, um besser zu verstehen, wie diese Emissionen saisonal und unter extremen klimatischen Bedingungen wie El Niño variieren. Sie untersuchten auch, welche biologischen und ökologischen Faktoren die Isopren-Emissionen in die Atmosphäre regulieren.
Die BVOC-Emissionen im Amazonasgebiet werden seit Jahrzehnten untersucht, aber wir wissen immer noch nicht genau, wann und unter welchen Bedingungen Baumarten oder sogar einzelne Bäume mehr oder weniger Isoprenoide emittieren. Um dieses Problem zu lösen, haben Eliane Gomes Alves und ihre Kollegen die Isoprenoid-Emissionskapazitäten von drei hyperdominanten Baumarten im Amazonasgebiet gemessen.