Austausch chiraler flüchtiger organischer Verbindungen zwischen Böden und Atmosphäre im Amazonasgebiet im Verlauf der Jahreszeiten

In einer neuen Studie untersuchten Johanna Schüttler und ihre Kolleg*innen, wie der Boden im Amazonas-Regenwald BVOCs zu verschiedenen Jahreszeiten freisetzt oder aufnimmt. Sie konzentrierten sich dabei auf wichtige reaktive Verbindungen wie Isopren, Monoterpene, Sesquiterpene sowie zwei Isopren-Oxidationsprodukte: Methacrolein und Methylvinylketon.

Klimawandel verändert Hitzeschutz von Amazonas-Bäumen und damit die Atmosphärenchemie

Eine neue Studie zeigt, dass die Strategien zum Blattwechsel und Hitzestress bei Bäumen im Amazonasgebiet die Atmosphärenchemie und den Kohlenstoffkreislauf beeinflussen: Insbesondere laubabwerfende Bäume geben bei steigenden Temperaturen immer mehr kohlenstoffreiche flüchtige organische Verbindungen ab.

Amazonas-Regenwald reagiert auf El-Niño-Dürre mit neuen chemischen Schutzstoffen

Während des El-Niño-Ereignisses 2023–2024 – der schwersten Dürre, die jemals im Amazonasbecken verzeichnet wurde – stiegen die Sesquiterpen-Emissionen der Bäume sprunghaft an. Unerwartete Emissionen von Sesquiterpenalkoholen in der Regenzeit nach der Dürre deuten darauf hin, dass der Stressabwehrstoffwechsel des Waldes noch lange nach dem Ende der unmittelbaren Stressphase aktiv bleibt.

Die Wurzeln der Wolken

Das CloudRoots-Projekt stellt eine einfache, aber tiefgreifende Frage: Wie interagiert der Amazonas-Regenwald mit seinen eigenen Wolken? CloudRoots untersucht diesen wechselseitigen Dialog zwischen Wald und Atmosphäre auf verschiedenen Ebenen – von winzigen Blattporen bis hin zu Wolken, die sich mehrere Kilometer über dem Amazonas befinden. Das Team hat die Ergebnisse seiner Forschung in mehreren wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht.