Willkommen im Amazonas!

Willkommen auf unserer Website für ATTO, das Amazon Tall Tower Observatory! Die Forschungsstation liegt mitten im Regenwald des Amazonas im nördlichen Brasilien, etwa 150 km nördlich von Manaus. Sie wird gemeinsam von Wissenschaftlern aus Deutschland und Brasilien betrieben. Ziel des Projektes ist es, metrologische, biologische und chemische Daten kontinuierlich aufzuzeichnen, so zum Beispiel die Konzentration von Treibhausgasen. Mit Hilfe dieser Daten wollen wir besser verstehen, wie der Amazonas mit der Atmosphäre und dem Boden interagiert. Die Amazonas-Region ist von großer Bedeutung für das globale Klima. Daher ist es wichtig, unser Verständnis dieser komplexen Prozesse zu verbessern. Erst dann werden wir in der Lage sein, präzisere Klimaprognosen zu entwickeln.

Schauen Sie sich auf der Website um und erfahren Sie mehr über die Forschung, die am ATTO Observatorium im Amazonas sowie in Laboren und Büros auf der ganzen Welt betrieben wird. Dabei bitten wir sie, zu beachten, dass nur ein Teil der Websiten-Inhalte auf Deutsch verfügbar ist. Deshalb wechseln Sie für aktuelle Nachrichten bitte die Sprache mit dem Regler oben rechts zu Englisch. Sie können uns auch in den Sozialen Netzwerken folgen und einen Einblick in die tägliche Arbeit der ATTO-Wissenschaftler bekommen und immer über die aktuellen Neuigkeiten, Veranstaltungen und die Amazonas Tier-Tagebücher auf dem laufenden bleiben.

ATTO auf der AGU 2019

Auch in diesem Jahr werden wir wieder auf dem AGU Fall Meeting 2019 mit einigen interessanten Vorträgen vertreten sein, die ein breites Themenspektrum abdecken! Wenn Sie nächste Woche in San Francisco sind, können Sie mehr über die neuesten Amazon-Forschungen von ATTO erfahren. Setzen Sie daher unbedingt die folgenden Punkte auf Ihren Zeitplan:

AGU fall meeting 2019 logo

Amazonas Session auf der EGU 2020

Wir laden Sie erneut ein, den Amazonas-Regenwald, oder besser gesagt, Ihre Amazonasforschung zur EGU 2020 mitzubringen! Wir laden zur Session “Amazon forest – a natural laboratory of global significance” ein – eine Session für einen lebendigen und wissenschaftlich ergiebigen Austausch zwischen Forschern aus vielen Gruppen und Projekten (inkl. ATTO), die den Amazonas erforschen.

Call for Abstracts for EGU 2020 Session on the Amazon forest
Amazon forest – a natural laboratory of global significance

The Amazon forest is the world’s largest intact forest landscape. Due to its large biodiversity, carbon storage capacity, and role in the hydrological cycle, it is an extraordinary interdisciplinary natural laboratory of global significance. In the Amazon rain forest biome, it is possible to study atmospheric composition and processes, biogeochemical cycling and energy fluxes at the geo-, bio-, atmosphere interface under near-pristine conditions for a part of the year, and under anthropogenic disturbance of varying intensity the rest of the year. Understanding its current functioning at process up to biome level in its pristine and degraded state is elemental for predicting its response upon changing climate and land use, and the impact this will have on local up to global scale. This session aims at bringing together scientists who investigate the functioning of the Amazon and comparable forest landscapes across spatial and temporal scales by means of remote and in-situ observational, modelling, and theoretical studies. Particularly welcome are also presentations of novel, interdisciplinary approaches and techniques that bear the potential of paving the way for a paradigm shift.

Convener: Jošt Valentin Lavrič | Co-conveners: Alessandro Araújo, Carlos Alberto Quesada, Matthias Sörgel

1) Wir öffnen die Session ausdrücklich für diejenigen, die nicht nur intakten/unberührte Regenwald, sondern auch degradierte Gebiete (und deren Schnittstellen) untersuchen.

2) Es wird eine PICO-Session sein.

Die Frist für die Einreichung von Abstracts ist der 15. Januar. Erwähnenswert ist auch noch: Für dieses Treffen wird die EGU ALLE reisebezogenen CO2-Emissionen der Teilnehmer kompensieren.

Neue Publikation: Dürren beeinflussen Laubwechsel im Amazonasgebiet

Der Winter naht. Das heißt, auf der Nordhalbkugel. In diesen Regionen verlieren die Bäume zu dieser Jahreszeit ihre Blätter, nachdem sie sich zuvor in die schönsten Herbstfarben verfärbt hatten. Tropische Wälder wie der Amazonas haben nicht so ausgeprägte Jahreszeiten und sind immergrün. Dennoch verlieren sie etwa einmal im Jahr Blätter und treiben neue. Was die Saisonalität des Laubwechsels antreibt, verstehen wir immer noch nicht ganz. Aber wir wissen inzwischen, dass dies ein wichtiger Prozess ist, denn er beeinflusst die photosynthetische Kapazität des Waldes. Einfach ausgedrückt, sind junge Blätter effektiver bei der Photosynthese und der Sequestrierung von Kohlenstoff als alte. Das bedeutet, dass Bäume mit vielen alten Blättern weniger produktiv sind als nach dem Laubwechsel.

new leaves are often bright green
© Martin Kunz / MPI-BGC

In einer neuen Studie wollten Nathan Gonçalves und Co-Autoren nun zwei wichtige Fragen in diesem Zusammenhang beantworten.
1) Beeinflussen extreme Klimaereignisse wie Dürren den Laubwechsel und damit das durchschnittliche Blattalter und die photosynthetische Kapazität des Waldes?
Und 2) Ist es möglich, subtilere Veränderungen im Zusammenhang mit Extremereignissen (im Vergleich den Jahreszeiten) mit Satelliten zu beobachten?

Um die erste Frage zu beantworten, untersuchten sie den El Nino von 2015/2016. Dieser äußerte sich in einer extremen Dürre im Amazonasbecken. Sie fanden heraus, dass viele Bäume direkt nach dem Ende der Dürre, etwa vier Monate früher als in anderen Jahren, neue Blätter bekommen haben. Dies führte dazu, dass die Blätter viel früher als sonst ausgewachsen waren. Diese Verschiebung des Blattalters hatte nach Ende der Dürre für etwa 1,5 Jahre Auswirkungen auf die photosynthetische Kapazität.

Um die zweite Frage zu beantworten, verglichen sie Fotos von Kameras, die auf dem ATTO-Turm montiert waren, mit Satellitendaten. In der Vergangenheit führte die Verwendung von Daten aus der Fernerkundung oft zu Fehlern (z.B. durch die Wolkendecke), bis die Wissenschaftler eine neue Korrekturmethode namens MODIS-MAIAC entwickelten. Diese Methode hat sich als geeignet erwiesen, um die großen saisonalen Veränderungen oder das Alter der Blätter zu erkennen. Gonçalves und Co-Autoren konnten nun zeigen, dass sie auch die kleineren anomalen Verschiebungen durch die Dürre durch den El Nino erkennen können.

Der Artikel wurde in der Zeitschrift “Remote Sensing of Environment” veröffentlicht und ist hier verfügbar (Closed Access): Both near-surface and satellite remote sensing confirm drought legacy effect on tropical forest leaf phenology after 2015/2016 ENSO drought.

Austausch und Synthese: 2019 ATTO Workshop 2019

In September, scientists of the ATTO project met in Manaus for our 2019 workshop. To our delight, representatives of the German Aerospace Center (DLR), project manager on the German side, and of the Brazilian Ministry for Science could join us for the entire week.

This was already our third workshop, although we never had one on this scale before. Unlike before, the focus of this meeting wasn’t so much on technical or administrative topics. Instead, we dedicated it to scientific exchange. As a result, many of the over 100 participants were MS and PhD students.  The National Institute for Amazon Research (INPA) hosted the workshop at the Bosque de Ciencia on the INPA campus. It is idyllically located in an Amazonian primary forest. Amazingly, we could even spot monkeys scurrying around the auditorium, something that was only surprising to participants who were there for the first time.

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Newsletter #3

Der  ATTO Newsletter Nr. 3 ist da! Es enthält Ankündigungen zum ATTO-Workshop, eine neue Vortragsreihe für ATTO-Wissenschaftler am INPA und eine Übersicht über neue Publikationen. Auch die “Meet the team”-Serie ist wieder da, größer und besser, jetzt mit Projektveteranen und Neulingen!

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Viel Spaß beim Lesen!