Veröffentlichung: Sind Termiten eine unbekannte Quelle für BVOCs?

Nora Zannoni und ihre Kollegen haben die BVOC-Emissionen am ATTO-Turm in verschiedenen Höhen gemessen. Konkret betrachteten sie ein bestimmtes BVOC namens α-pinene. Sie stellten fest, dass die chiralen BOVs an ATTO weder gleich häufig vorkommen noch das Verhältnis der beiden Formen über die Zeit, die Jahreszeit oder die Höhe konstant ist. Überraschenderweise entdeckten sie auch, dass Termiten eine bisher unbekannte Quelle für BVOCs sein könnten.

Neue Veröffentlichung: Baumsterben in Überschwemmungsgebieten des Amazonas

Kürzlich erwähnten wir, dass ertrunkene Bäume entlang des Uatumã-Flusses wahrscheinlich die Ursache für die bei ATTO gemessenen erhöhten Methanemissionen sind. Nun untersuchten Angélica Resende und ihre Koautoren, wie sich Veränderungen im Überflutungsregime auf die Baumsterblichkeit in Überschwemmungsgebieten auswirken. Sie verglichen zwei Standorte im Amazonasbecken. Entlang des Jaú-Flusses ist die Umwelt in den Überschwemmungsgebieten noch weitgehend ungestört. Entlang des Uatumã bei ATTO hingegen hat sich das Überflutungsregime durch den Bau des Wasserkraftwerks Balbina weiter flussaufwärts verändert.

Nächtliche Methan-Emissionen verstehen

Santiago Botía und seine Koautoren analysierten bei ATTO Methan in der Atmosphäre. Über einen Zeitraum von fünf Jahren maßen sie das Methan zusammen mit anderen Eigenschaften wie Windgeschwindigkeit, Windrichtung und die Schichtung der Atmosphäre. Sie bemerkten häufige Pulse von Methanemissionen während der Nacht, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Überraschenderweise traten diese nächtlichen Ereignisse vor allem in den Monaten Juli bis September auf – der Trockenzeit im Amazonasgebiet. Botía et al. veröffentlichten die Studie Open Access in Atmospheric Chemistry and Physics, Issue 20: Understanding nighttime methane signals at the Amazon Tall Tower Observatory (ATTO).

Transport von ruß-reichem Rauch aus Afrika in den Amazonas

Wenn Wälder brennen, erzeugen diese Brände eine Menge Rauch. Und dieser Rauch enthält gewöhnlich Ruß, auch „black carbon“ genannt. Rußpartikel sind Aerosole, die Strahlung absorbieren und als solche die Erdatmosphäre und das Klima der Erde erwärmen können. Aber wir müssen noch viel über Aerosole, ihre Eigenschaften und ihre Verteilung in der Atmosphäre lernen. Eine offene Frage ist, wie der Ruß, der bei der Verbrennung von Biomasse in Afrika (d.h. Wälder, Grasland, Savannen usw.) freigesetzt wird, über den Atlantik in das Amazonasbecken transportiert wird und welche Rolle er dort spielt. Bruna Holanda und ihre Koautoren setzten sich in ihrer neuen, in ACP veröffentlichten Studie mit dieser Frage auseinander.