Leben liegt in der Luft

Bioaerosole beeinflussen die Dynamik der darunter liegenden Biosphäre. In einer neuen Studie haben Sylvia Mota de Oliveira und ihre Kollegen am ATTO-Standort Luftproben in 300 m Höhe über dem Wald gesammelt. Anschließend analysierten sie mittels DNA-Sequenzierung die vorhandenen biologischen Komponenten und fanden heraus, zu welchen Pflanzen- oder Pilzarten sie gehören. Eine der auffälligsten neuen Erkenntnisse ist der starke Kontrast zwischen der Artenzusammensetzung in der nahezu unberührten Atmosphäre des Amazonasgebiets im Vergleich zu städtischen Gebieten.

Wie sich die Topografie auf die Entstehung von Schwerewellen auswirkt

Eiky Moraes, Cléo Dias-Júnior und ihre Kollegen wollten herausfinden, ob die lokale Topografie an ATTO die atmosphärischen Bewegungen beeinflusst. Insbesondere interessierten sie sich für die Auswirkungen der Topografie auf die Bildung von Schwerewellen. Der Vergleich von zwei Simulationen, eine mit und eine ohne Topografie, ergab einige wichtige Unterschiede in der Dynamik und Chemie der Atmosphäre.

Stabilität, Wellen und kohärente Strukturen über und in den Kronen des Regenwaldes

Nur wenn sich die Luft im Inneren der Baumkronen mit der Luft darüber vermischt, kann ein Austausch stattfinden. Die physikalische Bewegung der Luft, ihre Turbulenz, bestimmt, wie gut sich diese beiden Luftschichten, die im Inneren des Kronendachs und die darüber, vermischen. Daniela Cava, Luca Mortarini, Cleo Quaresma und ihre Kollegen wollten mit zwei neuen Studien, die sie an ATTO durchgeführt haben, einige dieser Fragen beantworten. Sie wollten die verschiedenen Regime der atmosphärischen Turbulenz oder Stabilität definieren (Teil 1) und die räumlichen und zeitlichen Skalen der turbulenten Strukturen beschreiben (Teil 2).

BVOC-Emissionen im Laufe der Jahreszeiten im Amazonasgebiet

Die BVOC-Emissionen im Amazonasgebiet werden seit Jahrzehnten untersucht, aber wir wissen immer noch nicht genau, wann und unter welchen Bedingungen Baumarten oder sogar einzelne Bäume mehr oder weniger Isoprenoide emittieren. Um dieses Problem zu lösen, haben Eliane Gomes Alves und ihre Kollegen die Isoprenoid-Emissionskapazitäten von drei hyperdominanten Baumarten im Amazonasgebiet gemessen.