Die Wurzeln der Wolken

Das CloudRoots-Projekt stellt eine einfache, aber tiefgreifende Frage: Wie interagiert der Amazonas-Regenwald mit seinen eigenen Wolken? CloudRoots untersucht diesen wechselseitigen Dialog zwischen Wald und Atmosphäre auf verschiedenen Ebenen – von winzigen Blattporen bis hin zu Wolken, die sich mehrere Kilometer über dem Amazonas befinden. Das Team hat die Ergebnisse seiner Forschung in mehreren wissenschaftlichen Artikeln veröffentlicht.

Wenn Stürme aufziehen: Häufige Gewitter prägen die Wechselwirkungen zwischen dem Amazonas-Regenwald und der Atmosphäre

Gewitter gestalten das Wetter über dem Amazonasgebiet regelmäßig neu. Anhand von hochfrequenten Daten des Amazon Tall Tower Observatory haben Forschende 410 Gewitter erfasst und festgestellt, dass diese etwa jeden zweiten Tag auftreten, meist zwischen Nachmittag und Abend sowie in den Monaten April bis September. Das Baumkronendach dämpft die meisten Windböen unterhalb der Baumkronen, während die Luftströmungen oberhalb der Baumkronen den klassischen Sturmverläufen entsprechen.

Aufspüren von OH mit Hilfe von Spracherkennungstechniken

Direkte Messungen von OH-Radikalen sind selten und schwer zu erreichen. Da sie jedoch mit BVOCs reagieren, haben Ringsdorf et al. sie aus Isoprenmessungen bei ATTO abgeleitet. Dazu verwendeten sie eine Technik namens „Dynamical Time Warping“ aus dem Bereich der Spracherkennung. Akima Ringsdorf et al. veröffentlichten die Studie „Inferring the diurnal variability of OH radical concentrations over the Amazon from BVOC measurements“ Open Access in Nature Scientific Reports.