Klimawandel verändert Hitzeschutz von Amazonas-Bäumen und damit die Atmosphärenchemie

Eine neue Studie zeigt, dass die Strategien zum Blattwechsel und Hitzestress bei Bäumen im Amazonasgebiet die Atmosphärenchemie und den Kohlenstoffkreislauf beeinflussen: Insbesondere laubabwerfende Bäume geben bei steigenden Temperaturen immer mehr kohlenstoffreiche flüchtige organische Verbindungen ab.

Amazonas-Regenwald reagiert auf El-Niño-Dürre mit neuen chemischen Schutzstoffen

Während des El-Niño-Ereignisses 2023–2024 – der schwersten Dürre, die jemals im Amazonasbecken verzeichnet wurde – stiegen die Sesquiterpen-Emissionen der Bäume sprunghaft an. Unerwartete Emissionen von Sesquiterpenalkoholen in der Regenzeit nach der Dürre deuten darauf hin, dass der Stressabwehrstoffwechsel des Waldes noch lange nach dem Ende der unmittelbaren Stressphase aktiv bleibt.

Trockenstress verändert die molekulare Zusammensetzung der Böden in den weißsandigen Wäldern des Amazonasgebiets

Eine neue Studie zeigt, dass Dürrestress die Kohlenstoffquellen in den Böden der weißsandigen Wälder des Amazonasgebiets neu ordnet, wodurch der Stress für das Ökosystem zunimmt und die Kohlenstoff- und Nährstoffkreisläufe beeinflusst werden.

Amazonas-Regenwald wurde zur Kohlenstoffquelle durch die extreme Dürre in 2023

Der Amazonas-Regenwald war 2023 ungewöhnlich hohen Temperaturen und starker Trockenheit ausgesetzt, was die Region zeitweise in eine Kohlenstoffquelle verwandelte. Messungen am ATTO-Observatorium und Satelitten-Daten zeigen, dass die Vegetation zu Beginn des Jahres zwar überdurchschnittlich viel Kohlenstoff aufnahm, dies während der Trockenzeit jedoch drastisch zurückging.